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Die Restaurierungswerkstätten

Aufgabe der Restaurierung ist es, einerseits das ursprüngliche Aussehen antiker Gegenstände wiederherzustellen, andererseits ihren weiteren Verfall aufzuhalten.

Bevor mit Freilegungsarbeiten am ungereinigten und korrodierten Fundstück begonnen wird, verschaffen sich die Restauratoren einen ersten Überblick über sein Aussehen mit Hilfe einer einfachen Röntgenuntersuchung.
Die weiteren Arbeitsschritte sind oft so diffizil, dass sie nur unter einem Mikroskop ausgeführt werden können.
Dabei werden wichtige Details sorgfältig dokumentiert. Dies lässt in manchen Fällen einen Rückschluss über die Funktion und Verwendung der Gegenstände zu.
So konnten zahlreiche Detailuntersuchungen an Geweberesten in den Korrosionsschichten frühmittelalterlicher Gewandverschlüsse in den letzten Jahren das Bild von der zeitüblichen Kleidung beträchtlich erweitern.

Die Restaurierungswerkstatt ist mit 15 Restauratoren die personalstärkste Abteilung der Archäologischen Staatssammlung. Die Arbeit wird nach Werkstoffen getrennt: So gibt es neben der Metallrestaurierung Ateliers für Keramik, Stein und organische Materialien wie Holz oder Leder. Um die Leistungsfähigkeit und Qualität der Restaurierungsarbeiten ständig zu verbessern und die Mitarbeiter optimal zu betreuen, unterstützen ein wissenschaftlicher und ein technischer Betreuer sowie die jeweils zuständigen Leiter der Abteilung, aus der das Fundstück stammt, die Arbeiten.

Um die Standards heutiger archäologischer Restaurierung erfüllen zu können, erhielt die Abteilung im Herbst 1999 neue und technisch hochmodern ausgestattete, auf die speziellen Bedürfnisse zugeschnittene Labor- und Atelierräume, die in einem Neubau in unmittelbarer Nachbarschaft zum Museum auf 700 m² untergebracht sind.


Das Ergebnis muss nicht "schön" sein, aber "informativ"
Egon Blumenau, technischer Leiter der Restaurierungswerkstätten im Gespräch

Ein Blick hinter die Vitrinen
Reportage über einen Besuch in den Restaurierungswerkstätten der Archäologischen Staatssammlung München.

Die Vorher-Nachher-Show
Bilder-Show vom Fundstück zum Ausstellungsstück.

"Böse scheint er nicht zu sein"
Stefan Gussmann über seine Arbeit am Merkur von Obernburg


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Die neuen Labor- und Atelierräume
Fundstücke im Atelier
auf einem Tisch ausgebreitet