|
|
 |
| |
 |
|
Faustkeil, Fibel, Frömmigkeit - Spurensuche im alten Bayern |
|
|
|
Die Abteilung Frühes Mittelalter ist geschlossen
Saal 11: Kult und frühes Christentum
Seit dem 7. Jh. n. Chr. nahmen die Bajuwaren allmählich das Christentum an. Mit der Ausbreitung der neuen Religion entfiel aber eine der wichtigsten Quellen für die archäologische Forschung - die Grabbeigaben. Das Kreuz steht noch lange Zeit in Konkurrenz zur alten heidnischen Symbolik, die sich nach wie vor auf Amuletten und Gebrauchgegenständen findet. Zeugnisse für den neuen Glauben sind beispielsweise die aus dünnem, unverziertem Goldblech geschnittenen Kreuze, die auf ein Tuch genäht den Kopf des Verstorbenen bedeckten. Aus einem Frauengrab in Wittislingen, Landkreis Dillingen stammt eine prachtvolle Bügelfibel, auf deren Rückseite sich eine lateinisch-christliche Inschrift befindet. Alle Grabbeigaben lassen annehmen, dass die Verstorbene weiträumige Verbindungen hatte: Es fanden sich Gegenstände aus dem langobardischen Italien, dem rheinischen Frankenreich, dem mediterranen Raum und dem alamannischen Bereich. Architektonische Zeugnisse dieser frühen christlichen Zeit sind Fundstücke aus zahlreichen Kirchen- und Klostergründungen der agilolfingischen und karolingischen Periode. In der Ausstellung wird diese durch die Rekonstruktion der Chorschrankenanlage von Ilmmünster, Landkreis Pfaffenhofen/Ilm sowie durch weitere Architekturteile aus Klosteranlagen repräsentiert.
In einen erweiterten Zusammenhang gehört der eindrucksvolle byzantinische Radleuchter, der von Saal 11 gut einsehbar im Lichthof 1 aufgehängt ist. Der Leuchter ist Bestandteil einer Kirchenausstattung des 13./14. Jh. n. Chr. aus dem östlichen Mittelmeerraum.
|
 |
 |
« Saal 10 |
Saal 12 » |
|
|
|
| Goldblattkreuz aus einem Frauengrab von Aschheim, Lkr. München |
|
| Byzantinische Goldohrringe aus Steinhöring, Lkr. Ebersberg/Obb. |
|
|
|
|