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Faustkeil, Fibel, Frömmigkeit - Spurensuche im alten Bayern |
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Saal 7: Bayern in römischer Zeit
(15 v. Chr. bis 470/80 n. Chr.)
Die römische Eroberung des Alpen- und Voralpenlandes im Jahr 15 v. Chr. stellte einen markanten kulturellen und siedlungsgeschichtlichen Einschnitt dar. Ein Netz befestigter Straßen wurde über das gesamte Land gelegt. Militärposten sorgten für Ruhe bei der unterworfenen Bevölkerung und für die Verbreitung römischer Zivilisation. Städte entstanden als Zentralorte von Verwaltung, Handwerk und gesellschaftlichem Leben. Durch Handel gelangten Güter aus der ganzen damals bekannten Welt über die Alpen: Öl und Fischsaucen aus Spanien und Nordafrika, Wein aus Italien, Südfrankreich und vom Schwarzen Meer, Edelsteine und Gewürze aus dem Orient, Seide aus China ... Die Verwendung der lateinischen Schrift wurde zur Alltäglichkeit.
Neben Funden aus den frühen Städten und militärischen Siedlungen der neu entstandenen Provinzen Raetien und Noricum werden in Saal 7 auch üppig ausgestattete Grabfunde der einheimischen Bevölkerung (sog. "Heimstettener Gruppe") gezeigt. Eine Bevölkerung, die sich schnell den materiellen Vorzügen römischer Lebensweise aufgeschlossen zeigte und die jetzt leichte Verfügbarkeit von Rohstoffen durch reiche, ins monströse gesteigerte Schmuckformen zur Schau stellte.
Die starke Militärpräsenz in Raetien, besonders an der Nordgrenze zu den Germanen, wird durch Waffen, Ausrüstung und andere Funde aus dem Legionslager Regensburg und den zahlreichen Kastellen entlang des Limes vor Augen geführt. Einzigartig ist der umfangreiche Komplex von Dolchen, Schwertern, Pioniergerät und Handschellen für Kriegsgefangene aus einem Versteckfund im Donaukastell Künzing.
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« Saal 6 |
Lichthof 1» |
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| Bronzene Gesichtsmaske eines Paradehelms aus dem Verwahrfund von Eining, Lkr. Kelheim |
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