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Faustkeil, Fibel, Frömmigkeit - Spurensuche im alten Bayern |
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Saal 2: Bronzezeit (2300 bis 800 v. Chr.)
Am Ende des 3. Jahrtausends verändert die Kenntnis über die Herstellung und Verarbeitung von Bronze die Wirtschafts- und Gesellschaftsstrukturen. Der neue Werkstoff, eine Legierung aus Kupfer und Zinn, ermöglicht die Produktion dauerhafter Gegenstände wie Waffen oder Schmuck. Da das Kupfer vor allem aus dem Raum Tirol und Salzburg stammte, war Südbayern während der Bronzezeit ein Durchzugsgebiet für Händler, die das kostbare Rohmaterial zu den Abnehmern in der Donauregion und Nordbayern brachten. Bronzebarrenfunde aus dem Alpenvorland - zumeist in Form grober Ringe von rund 200 Gramm gegossen - belegen ein lebhaftes vorgeschichtliches Handelssystem. Ein solcher kostbarer Hortfund wurde im Münchner Luitpoldpark entdeckt.
Neben diesen Hortfunden sind Grabfunde die wichtigste archäologische Quelle. Der Mensch der Bronzezeit wird mit seiner persönlichen Habe bestattet, mit seinem Schmuck oder seinen Waffen. Im Lauf der Zeit kommt es zu Veränderungen im Grab- und Bestattungsbrauchtum: Kannte man anfangs nur unscheinbare Flachgräber, wurden später für die Ewigkeit gedachte Grabhügel aufgeschüttet. Schließlich löste die Brandbestattung im 13. Jh. v. Chr. die Körperbestattung ab. |
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| Frühbronzezeitlicher Hortfund aus Spangenbarren und Beilen, Waging am See, Lkr. Traunstein |
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