Rundgang
     Vorgeschichte
     Römerzeit
     Mittelalter
 Mittelmeer/Orient
 Numismatik
 Restaurierung
    Faustkeil, Fibel, Frömmigkeit - Spurensuche im alten Bayern      
Saal 3: Urnenfelderzeit (1200 bis 800 v. Chr.)
In der späten Bronzezeit werden die Toten mitsamt ihrer Habe verbrannt und in Urnen bestattet, was diesem Zeitabschnitt seinen Namen gab. Ausgedehnte Friedhöfe mit Gräbern in unauffälligen Erdgruben sind eine bedeutende Quelle für die archäologische Forschung. Zusätzlich zu den Gräbern der einfachen Bevölkerung finden sich aufwändige Bestattungsplätze der bewaffneten Führungsschicht. Diese Menschen wurden unter der Beigabe ihres Standessymbols, dem vierrädrigen, reich mit Bronzezierrat versehenen Repräsentationswagen, verbrannt. Im Mittelpunkt von Saal 3 steht beispielhaft der rekonstruierte Grabhügel von Mark-Forst bei Baiersdorf / Landkreis Erlangen-Höchstadt, der mit so genannten "Zeichensteinen" umgrenzt ist. Die genaue Bedeutung der eingemeißelten, wohl kultisch zu deutenden Symbole ist jedoch noch nicht geklärt. Auch die Sonnen- und Schwanendarstellungen, die typisch für diese Zeit sind, geben nur eine vage Vorstellung vom religiösen Leben. Eines der schönsten Exponate, der große Goldblechkegel von Ezelsdorf-Buch, hatte möglicherweise kultisch-kalendarische Bedeutung (das Original befindet sich im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg). Besonders hervorzuheben sind auch die Bestandteile eines Goldornates vom Bullenheimer Berg in Mainfranken und der erst in jüngster Zeit erworbene goldene Votivschatz von Heroldingen-Huisheim, Landkreis Donau-Ries.
  « Saal 2 Saal 4 »  


Kesselwagen aus dem Fürstengrab von Acholshausen
Kesselwagen aus dem Fürstengrab von Acholshausen, Lkr. Würzburg
Grabhügel mit Zeichensteinen
Blick in Saal 3 mit einem rekonstruierten Grabhügel