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Saal 4: Beginn der Keltenzeit - Hallstattzeit (800 bis 500 v. Chr.)
Mit der Eisenzeit (750 bis 15 v. Chr.), aufgeteilt in die Hallstattzeit von 800 bis 500 v. Chr. und die Latènezeit, die von 500 v. Chr. bis zum Einfall der Römer 15 v. Chr. reicht, befinden wir uns an der Schwelle zur geschriebenen Geschichte: Erst jetzt gibt es schriftliche Zeugnisse über die im nordalpinen Raum lebenden Völker. Ab dem 6. Jh. v. Chr. berichten griechische Schriftsteller von den Kelten, die in Mitteleuropa wohnen. Eisen als Werkstoff war zwar schon zur Urnenfelderzeit vereinzelt bekannt, stand aber nicht in so ausreichender Menge wie jetzt zur Verfügung. In der Hallstattzeit - benannt nach einem berühmten Fundort im österreichischen Salzkammergut - konnten Waffen und Alltagsgegenstände aus dem neuen, nun leicht verfügbaren Metall hergestellt werden.
Damit der Verstorbene als Gastgeber im Jenseits auftreten konnte, bestatteten die frühen Kelten ihre Toten mit umfangreichen Geschirrsätzen, wie die beeindruckende "Schirndorfwand" im Saal 4 zeigt. Die Exponate auf einem Regalbrett entsprechen den jeweiligen Funden aus einem einzigen Grab. Das häufige Motiv des ursprünglich mediterranen Leierspielers auf einigen Gefäßen belegt beispielhaft die kulturellen Kontakte zum Süden; Verbindungen, die sich auch auf wirtschaftlichem Gebiet nachweisen lassen. Unter mächtigen Hügeln und mit reichen Grabbeigaben wurden die Führungseliten begraben. Aus dieser überregional anzutreffenden aufwändigen Bestattungsart lässt sich schließen, dass sich in Europa mehrere lokale Machtzentren herauszubilden begannen, die untereinander in regem Kontakt standen.
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Leierspieler
Leierspieler aus Schirndorf, Lkr. Regensburg