Saal 5: Keltische Blütezeit - Latènezeit (500 bis 15 v. Chr.)
Die Latènezeit, die Zeit der historisch bezeugten Kelten, ist nach einem Fundort in der Schweiz am See von Neuchâtel benannt. Nach schriftlichen Quellen galten die Kelten als furchtlos und unregierbar. Ihre Stammesgesellschaft gliederte sich in eine adlige Führungsschicht, zu der die berühmten Druiden gehörten, in Händler, Handwerker, Bauern, Krieger und Sklaven. Eine Blütezeit erlebte die keltische Kultur im 5. Jh. v. Chr., in der sich ein unverwechselbarer Kunststil entwickelte. Eine Innovation des keltischen Handwerks ist die schnell drehende Töpferscheibe, wodurch sich die Qualität und Gestalt der Gefäße gegenüber den früheren Kulturen veränderte. Auch in der Glasbearbeitung gelten die Kelten als besonders fortschrittlich. Künstlerische Gegenstände wie eine Fülle kleiner Tierfiguren, von denen jede für eine bestimmte Gottheit steht, geben Einblick in die Vielfalt des keltischen Götterhimmels. Beeindruckendes Zeugnis für das Münzwesen sind die keltischen Schätze von Gold- und Silbermünzen, die in Großbissendorf / Landkreis Neumarkt, Sontheim / Landkreis Unterallgäu, Wallersdorf / Landkreis Dingolfing-Landau, und Neuses / Landkreis Forchheim entdeckt wurden.
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| Keltischer Bronzebeschlag mit Maske aus Manching, Lkr. Pfaffenhofen a.d.Ilm |
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| Keltischer Münzschatzfund, Großbissendorf, Gemeinde Hohenfels, Lkr. Neumarkt/Opf. |
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