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    Faustkeil, Fibel, Frömmigkeit - Spurensuche im alten Bayern      
Saal 6: Eine spätkeltische Großstadt - das Oppidum von Manching (2./1. Jh. v. Chr.)
Nach den großen keltischen Wanderungen im 4. und 3. Jh. v. Chr. fand die keltische Gesellschaft zunehmend feste Strukturen. Auch in Bayern bildeten sich große Städte, so genannte Oppida. Eine der umfangreichsten dieser städtischen Anlagen war Manching bei Ingolstadt. Zahlreiche Funde aus Keramik, Glas und Eisen zeugen von der keltischen Hochkultur im 2. Jh. v. Chr. Für den hohen zivilisatorischen Entwicklungsstand stehen einerseits die Formen von Werkzeug und Gerät, die sich oft nicht von denen des 18. und 19. Jh. n. Chr. unterscheiden, andererseits die Anzeichen von Massenfabrikationen, die sich beim Fibelschmuck oder der Keramik ablesen lassen. Das vergoldete Kultbäumchen aus Manching mit seinen fein gearbeiteten Blättern und Zweigen belegt neben der hohen Kunstfertigkeit der Kelten auch die Einflüsse des Mediterranen auf die einheimische Kunst. Das Bäumchen und die beiden kunstvollen eulenköpfigen Achsstecknägel vom Wagen eines keltischen Adligen stehen beispielhaft für die Blütezeit der Kelten in Bayern.
  « Saal 5 Saal 7 »  
Achsstecknägel mit Eulenköpfen
Spätlatènezeitliche Achsstecknägel, Manching, Lkr. Pfaffenhofen a.d.Ilm
Keltischer Glasschmuck
Glasschmuck aus Manching, Lkr. Pfaffenhofen a.d.Ilm