Ötzi 2.0 - Neues von der Eismumie

7.2.2014 – 31.8.2014 Sonderausstellung Archäologische Staatssammlung

Geboren: zwischen 3350 und 3100 v. Chr., Vinschgau, Südtirol
Erschossen: im Alter von ca. 50 Jahren 3200 v. Chr., Ötztaler Alpen
Größe: 1.60 m, Gewicht: 50 kg, Schuhgröße 38
Augen- und Haarfarbe: braun, Blutgruppe: 0, tätowiert

Seit seiner zufälligen Entdeckung am 19.9.91 in den Ötztaler Alpen ist der Mann aus dem Eis eine Herausforderung für weltweite wissenschaftliche Untersuchungen. Durch die Lagerung im Gletscher hat sich Ötzi für die Nachwelt so perfekt konserviert, dass sein Körper selbst nach über 5000 Jahren noch intensiv erforscht werden kann und sogar seine DNA noch zu extrahieren ist. Immer wieder gibt es neue wissenschaftliche Erkenntnisse: Arthrose in den Sprunggelenken, verkalkte Blutgefäße und Karies sind keine Zivilisationskrankheiten, denn auch Ötzi litt - wie auch unter einer Lactoseintoleranz -  bereits darunter.
Warum er starb, ob Stammeskonflikte oder persönliche Feindschaften ursächlich waren, kann bisher nicht eindeutig geklärt werde.

Die Archäologische Staatssammlung München informiert erstmalig über die aktuellsten Forschungsergebnisse zum Mann aus dem Eis. Das Museum bietet ein ausführliches Begleitprogramm für Kinder und Erwachsene mit Vorträgen, Familientagen, museumspädagogischen Angeboten und Workshops zu der vom Südtiroler Archäologiemuseum Bozen und Museumspartner Innsbruck konzipierten Ausstellung an und spürt dem  „Mythos“ Ötzi auf vielfältige Weise nach. Interaktive Module, Filme und Rekonstruktionen erschließen dem Besucher die Ergebnisse in leicht verständlicher Weise.