Die Römer zwischen Alpen und Nordmeer - Zivilisatorisches Erbe einer europäischen Militärmacht

Landesausstellung vom 12. Mai bis 5. November 2000 

Die Landesausstellung war als erste überregionale Gesamtdarstellung der römischen Archäologie im wiedervereinigten Deutschland konzipiert. Das kulturelle Erbe Roms mit seiner fortgeschrittenen Technik, seinem hohen Organisationsgrad und seiner das Abendland formenden Schriftkultur wirkt noch bis in unsere Zeit.

In den letzten drei Jahrzehnten gelangen der archäologischen Forschung bedeutende Entdeckungen, die das Bild römischer Herrschaft im Raum zwischen Alpen, Nord- und Ostsee erheblich bereichert haben. Dazu gehören zum Beispiel die Lokalisierung der Varusschlacht bei Kalkriese im Osnabrücker Land und die Bergung gewaltiger Silber- und Buntmetallschätze, die von den Germanen erbeutet wurden. Sie sind Denkmäler dramatischer Jahrzehnte des dritten Jahrhunderts, als das Römische Weltreich durch die Vorstöße der Germanen in eine tiefe Krise gestürzt wurde.
 Archäologische Funde allerersten Ranges aus Deutschland und den europäischen Nachbarländern waren zum Teil erstmals in der Ausstellung im Original zu sehen und vermittelten ein lebendiges Bild der römischen Wurzeln Europas.

Eine aufwändige und spektakuläre Gestaltung und der Einsatz interaktiver Medien machten diese Ausstellung für die Besucher zu einem besonderen Erlebnis. 
Die Ausstellungskonzeption folgte zunächst dem durch den Titel vorgegebenen chronologisch-geographischen Rahmen im Gebiet zwischen Alpen und Nordsee.
Der thematische Bogen spannte sich von der Okkupation des Landes nördlich der Alpen über die 200-jährige Blütezeit mit ihren erstaunlichen zivilisatorischen Höchstleistungen bis hin zur Gründung der Germanenreiche auf ehemals römischem Boden. In weiteren Abteilungen wurden ausgewählte Einzelthemen wie die römische Religion oder das Verkehrswesen behandelt.