Sonderausstellungen

Archäologisches Schaufenster: Funde vom Marienhof

Kabinettausstellung in Kooperation mit dem Münchner Stadtmuseum:
Die Archäologische Staatssammlung zu Gast im Münchner Stadtmuseum

Allein in der Münchner Altstadt fanden bisher über 250 archäologische Ausgrabungen statt. Was geschicht mit den Funden anschließend? Angeregt durch die großen Grabungen am Marienhof 2011/2012 bildeten zahlreiche staatliche und städtische Stellen eine Arbeitsgemeinschaft "Archäologie München". Spezialisten wie Archäologen, Botaniker, Zoologen, Anthropologen und Historiker erforschen Alltagsleben, Umwelt und Stadtbild Münchens seit dem Mittelalter. Am Beispiel des Marienhofes und seiner vielfältigen Geschichte werden nun Aspekte aus dieser Forschung präsentiert. Keramik, Glas- und Lederfunde erzählen dabei vom Alltag, Tierknochen von der Beziehung Mensch-Tier, Pflanzenreste von der Ernährung der mittelalterlichen und neuzeitlichen Münchner. Auch die jüngste Vergangenheit wird am Marienhof präsent, zeugt doch das verformte Hotelgeschirr vom Café Deisler von den Bombenangriffen im zweiten Weltkrieg.

Ort: Münchner Stadtmuseum

Kunst in Miniatur - Antike Gemmen aus Bayern

Als antike Kunst in Miniatur haben Gemmen immer schon eine große Faszination ausgeübt. Sie dienten - meist in Ringe eingesetzt - nicht allein als modische Accessoires und Statussymbole, sondern auch zum Siegeln von Dokumenten, zum Schutz vor bösen Mächten oder als Liebesgeschenke. 

Antike Gemmen gelangen oft ohne konkrete Herkunfstangaben in öffentliche  und private Sammlungen. Die Sonderausstellung präsentiert hingegen Exemplare aus der Archäologischen Staatssammlung, für die jeweils ihr bayerischer Fundort und meist sogar ihr archäologischer Kontext bekannt sind. So können sie Auskunft über das Leben in den römischen Provinzen auf dem Gebiet des heutigen Bayern geben.

Auch im mittelalterlichen und neuzeitlichen Bayern erfreuten sich antike Gemmen großer Beliebtheit und wurden vielfach nachgeahmt. Die Ausstellung zeigt - exklusiv am Standort Manching - beeindruckende Beispiele aus dem kirchlichen und höfischen Kontext, beleuchtet die Aspekte Sammeln und Forschen und stellt einen modernen Gemmenschneider aus Passau näher vor.

Ort: bis 6. Februar 2022 im kelten römer museum manching

Die Nonnen vom Max-Joseph-Platz

Sonderausstellung Burg Grünwald

Bis zur Säkularisation im Jahr 1802 befand sich am Max-Joseph-Platz in München ein weithin berühmter Franziskanerkonvent mit zwei zugehörigen Nonnenklöstern. Bei einer Ausgrabung anlässlich von Erdarbeiten zur Erweiterung der Tiefgarage unter dem Max-Joseph-Platz wurde 1982 die imposante Gruftanlage der Frauenklöster gefunden. Der Franziskanerkonvent mit dazugehörigem Friedhof befand sich an der Stelle des heutigen Nationaltheaters (Bayerische Staatsoper) und reichte bis weit in den Max-Joseph-Platz und die Maximilianstraße hinein. Das Ridler-Nonnenkloster stand an der Stelle des Königsbaus der Residenz, das Püttrich-Nonnenkloster an der nördlichen Ecke der Residenz- und Perusastraße. Die Klöster waren im 13. Jahrhundert gegründet worden und entwickelten sich bald zu einem wissenschaftlichen und politischen Zentrum von europäischem Rang.

Ort: Burg Grünwald