Sonderausstellungen

Die Archäologische Staatssammlung zu Gast im Münchner Stadtmuseum:

Kabinettausstellung "Archäologisches Schaufenster: Funde vom Marienhof" als Kooperationsausstellung mit dem Münchner Stadtmuseum

Allein in der Münchner Altstadt fanden bisher über 250 archäologische Ausgrabungen statt. Was geschicht mit den Funden anschließend? Angeregt durch die großen Grabungen am Marienhof 2011/2012 bildeten zahlreiche staatliche und städtische Stellen eine Arbeitsgemeinschaft "Archäologie München". Spezialisten wie Archäologen, Botaniker, Zoologen, Anthropologen und Historiker erforschen Alltagsleben, Umwelt und Stadtbild Münchens seit dem Mittelalter. Am Beispiel des Marienhofes und seiner vielfältigen Geschichte werden nun Aspekte aus dieser Forschung präsentiert. Keramik, Glas- und Lederfunde erzählen dabei vom Alltag, Tierknochen von der Beziehung Mensch-Tier, Pflanzenreste von der Ernährung der mittelalterlichen und neuzeitlichen Münchner. Auch die jüngste Vergangenheit wird am Marienhof präsent, zeugt doch das verformte Hotelgeschirr vom Café Deisler von den Bombenangriffen im zweiten Weltkrieg.

Ort: Münchner Stadtmuseum, St. - Jakobsplatz 1, Di - So 10.00 - 18.00 Uhr

Burg Grünwald

20.5.2019 - 10.1.2021 "Antike Gemmen aus Bayern - Kunst in Miniatur"

Als antike Kunst in Miniatur haben Gemmen immer schon eine große Faszination ausgeübt. In der Römerzeit waren etwa Julius Cäsar und Kaiser Hadrian begeisterte Sammler. Später gelangten diese Präziosen auch in den Besitz mittelalterlicher Fürsten und in die Schatztruhen der Kirchen. In der Renaissance inspirierten die auf den Gemmen eingravierten antiken Motive Sammler und Künstler. Im 19. und frühen 20. Jh. gelangten Gemmen vor allem als Schenkungen oder Ankäufe in die Museen. Ausgewählte bayerische Stücke aus den Beständen der Archäologischen Staatssammlung zeigen die vielfältigen Aspekte ihrer Verwendung und ihrer Motive und letztlich auch die Eleganz dieser schillernden  Kleinodien.

Ort: Burg Grünwald, Zeillerstr. 3, Tram 25 bis Haltestelle "Derbolfinger Platz"

Geöffnet: Mi - So 10 - 17 Uhr

Die Archäologische Staatssammlung zu Gast in der Residenz München:

ab 24.10.2020 "Die Nonnen vom Max - Joseph - Platz"

Bis zur Säkularisation im Jahr 1802 befand sich am Max-Joseph-Platz in München ein weithin berühmter Franziskanerkonvent mit zwei zugehörigen Nonnenklöstern. Bei einer Ausgrabung anlässlich von Erdarbeiten zur Erweiterung der Tiefgarage unter dem Max-Joseph-Platz wurde 1982 die imposante Gruftanlage der Frauenklöster gefunden. Der Franziskanerkonvent mit dazugehörigem Friedhof befand sich an der Stelle des heutigen Nationaltheaters (Bayerische Staatsoper) und reichte bis weit in den Max-Joseph-Platz und die Maximilianstraße hinein. Das Ridler-Nonnenkloster stand an der Stelle des Königsbaus der Residenz, das Püttrich-Nonnenkloster an der nördlichen Ecke der Residenz- und Perusastraße. Die Klöster waren im 13. Jahrhundert gegründet worden und entwickelten sich bald zu einem wissenschaftlichen und politischen Zentrum von europäischem Rang.