Die Mumie aus der Inkazeit

Presseeinladung

 Zu unserer Presseführung am 27.2.2014 um 11 Uhr dürfen wir Sie herzlich einladen.

30 Jahre lang bildete die „Moorleiche aus dem Dachauer Moos“ eine der Hauptattraktionen der Archäologischen Staatssammlung. Die gut erhaltene Leiche einer jungen Frau mit ihrer aufwändigen Zopffrisur, die im 15./16. Jahrhundert verstorben war, zog ein großes Besucherinteresse auf sich und sorgte wohl auch für einige Gruselstimmung. Man wusste wenig über sie: sie stammt aus den Beständen der Anatomischen Anstalt München und ist dort bereits vor 1904 nachgewiesen. Ihr nur ungefährer Fundort „Dachauer Moos“ ist lediglich auf eine mündliche Überlieferung zurückzuführen.

Die neueste wissenschaftliche Erforschung der Moorleiche gestaltete sich zu einem wahren Kriminalfall, der mit der Hilfe von Radiologen, Rechtsmedizinern, Pathologen und dem Kriminaltechnischen Institut des Bayerischen Landeskriminalamtes – den Spezialisten für unidentifizierte Leichen und ungeklärte Todesfälle – geklärt werden konnte: Die Moorleiche ist gar keine Moorleiche und sie hat mit Sicherheit nicht im Umfeld des Dachauer Moos gelebt, noch war sie dort beigesetzt worden. Zahlreiche Indizien sprechen für eine Herkunft aus einem völlig anderen Kulturkreis. Die Frau war eine Angehörige der indigenen Bevölkerung des küstennahen südwestlichen Amerikas (Chile oder Peru) zur Zeit der spanischen Eroberung !

Die „Moorleiche aus dem Dachauer Moos“ wird mit ihrer wahren Geschichte in dieser Ausstellung letztmalig in der Archäologischen Staatssammlung gezeigt werden.

Ort: Lerchenfeldstr. 2, 80538 München

 

Presseinformationen:

Dr. Andrea Lorentzen
andrea.lorentzen@extern.lrz-muenchen.de  |  
T 089 – 21124 447