Bilder im Dunkeln. Höhlenkunst der Eiszeit - Die fotografische Sammlung Wendel.

Die eiszeitliche Höhlenkunst Europas ist eine der bedeutendsten Quellen der abendländischen Kultur. Die außergewöhnliche Meisterschaft der Wandmalereien, ihre Komposition und Farbigkeit eröffnet eine ganz andere Perspektive auf den frühen Menschen. Gerade die Kunst der „tiefen Höhlen“, weit unter der Erde gelegen und nur unter erschwerten Bedingungen zugänglich, übt eine einzigartige Faszination auf den Betrachter aus. Diese unterirdischen Bilderwelten, die heute nur wenigen Menschen zugänglich sind, einem größeren Publikum zu öffnen, ist Ziel der Ausstellung.

Grundlage der Ausstellung ist die Diasammlung des Bühnenbildners und Fotografen Heinrich Wendel. Der 1980 verstorbene, langjährige Ausstattungsleiter der Deutschen Oper am Rhein hat diese Sammlung von 3000 Bildern, die eine außergewöhnliche fotografische und künstlerische Qualität aufweisen, zusammengetragen. Auf seinen Reisen in Spanien und Frankreich gelang es ihm, bis an die tiefsten Orte der Höhlenheiligtümer vorzudringen, die eigentlich nur Wissenschaftlern offen stehen.

Diese weltweit größte Sammlung zur eiszeitlichen Höhlenkunst Europas aus der Hand eines Fotografen ist im Besitz des Neanderthal Museums. In mehreren Themen wird die eiszeitliche Kunst am Beispiel der Sammlung Wendel präsentiert:

·         die Höhle als Dunkelraum, der besondere Wahrnehmungen ermöglicht

·         die Höhle Niaux als Beispiel für eine Raumabfolge mit eiszeitlicher Kunst

·         die intime Kunst im Verborgenen, die nur Einzelpersonen zugänglich war

·         die großen Motivkreise der eiszeitliche Wandkunst Tier, Mensch, Zeichen

·         die Herstellungstechniken

·         die Datierungsverfahren

·         die verschiedenen forschungsgeschichtlichen Interpretationen.

Die Ausstellung liegt im Dunkeln und wird von den Besuchern als Höhlenraum mit einer Taschenlampe erschlossen.