Im Licht des Südens

Die großen Wege unserer Kultur sind heute von einer beeindruckenden Geschwindigkeit in den weiten Räumen einer globalisierten Welt bestimmt. Dagegen waren die Wege der alten Welt geprägt vom langsamen Tempo der Füße, der Hufe, der Räder, der Karren und Schiffe, die vor dem Wind segelten.  

Die Wege der Kulturen waren die Wege von Rohstoffen, von Wissen, von Lebensstilen, und den daraus erwachsenden magischen und religiösen Überzeugungen. Sie spiegelten sich in der Bekleidung und dem Schmuck, in Arbeits- und Kriegsgerät, in den Wohnstätten und Tempeln wider, im Essen und Trinken, in Sitten, Gesten, Symbolen, Bildern und Worten.

Es sind die „Begegnungen und Auseinandersetzungen der Kulturen“, die in der Antike wie auch heute noch das Denken und Verhalten beeinflussen, die Misstrauen und Ängste schüren, aber auch Neugier und Interesse wecken.

Die neue große Sonderausstellung der Archäologischen Staatssammlung widmet sich diesen Begegnungen und dem Kulturtransfer zwischen dem Mittelmeerraum und Zentraleuropa von der Steinzeit bis in die Zeit der Römer und stellt dazu über 500 einzigartige Exponate aus den berühmtesten Museen Italiens erstmalig prominenten Objekten aus den großen nordalpinen Museen gegenüber.