Über die Alpen

Menschen.Wege.Waren

Sonderausstellung vom 27. September 2003 bis 29. Februar 2004 

 

Schon vor 10.000 Jahren überquerten die ersten Menschen die Alpen.Große Flußtäler und zahlreiche Alpenpässe nutzte man als Hauptrouten. Sie ermöglichten den kulturellen Austausch der Völker südlich und nördlich des Hochgebirges.

War es zu Beginn der Bronzezeit die Ausbeutung der Kupfererzlagerstätten, die einen Aufschwung im Verkehr und eine Besiedlung mit sich brachte, so gab es ab dem 6. Jh. v. Chr. durch Kontakte zwischen den Etruskern in Norditalien und den Kelten im südwestdeutschen Raum einen erneuten Schub für die Übergänge über die Alpen.Erst mit den Römern wurde ab der Zeitenwende ein gut ausgebautes Straßen- und Verkehrssystem geschaffen, das bis zum 4. Jh. n. Chr. Bestand haben sollte. An diesen Standard konnte erst wieder im 19.Jh. angeknüpft werden.

Die neue Sonderausstellung in der Archäologische Staatssammlung gibt erstmalig einen umfassenden Überblick über die Handelsrouten durch die Alpen, über die Handelsgüter, Händler, Produzenten, Dienstleister und Reisende. Zahlreiche hochqualitätvolle Exponate aus den Anrainerländern Österreich, Schweiz und Italien, anschauliche Grafiken, deutsch/italienische Texte und ein modernes Ausstellungsdesign machen Spaß, in die mehr als 10.000 - jährige Geschichte des frühesten "Tourismus" über die Alpen einzutauchen.