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Museumspädagogik
Thomas (10) und Peter (8) kneten lustvoll die Tonballen zwischen ihren Händen. Das macht Spaß, und ganz nebenbei kommt etwas dabei heraus: ein Topf im Steinzeitlook. Nebenan versucht sich die siebenjährige Paulina in der Kunst der Höhlenmalerei. Was spielt es schon für eine Rolle, dass der Untergrund nicht Stein, sondern Zeichenkarton ist.
Im ersten Stock stürzen sich derweil 30 Kinder auf den Museumspädagogen, um sich von der Schärfe einer Steinzeitaxt zu überzeugen. Den Höhepunkt der Führung weiß der Archäologe und Museumspädagoge Bernhard Bischler wirkungsvoll zu inszenieren: mit Hilfe von Feuersteinen lässt er Funken sprühen wie einst unsere Vorfahren.
Eine "Reise in die Steinzeit" bietet die Ferienaktion des Museumspädagogischen-Zentrums (MPZ) in der Archäologischen Staatssammlung.
Die meisten Kinder sind Wiederholungstäter. Peter ist zum vierten Mal da. "Cool war die Antike, da haben wir einen Römerhelm gebastelt." Wer einmal da war, hat verstanden, dass ein Museum mit alten Steinen ein toller Platz für spannende Sommerferien sein kann.
"Lernen mit den Sinnen und Lernen mit dem Kopf, das muss parallel passieren", davon ist Dr. Peter Kolb, der das Referat für Alte Geschichte im MPZ leitet, überzeugt.
Dass die Zukunft der Museen in den Händen der Kinder liegt, hat man längst erkannt. In der Archäologischen Staatssammlung ist rund ums Jahr jede Menge für Kinder geboten. Zu den klassischen Schulprogrammen und Ferienaktionen des MPZ kommen seit einigen Jahren Programme für Familien. Auch Programme der Münchner Volkshochschule locken Familien ins Museum. Gemeinsam folgen Groß und Klein den Spuren von "Ötzi" oder von Asterix und Obelix. Wetten, dass die Eltern dabei genauso viel lernen wie die Kinder ?
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