Sonderausstellungen

Die Archäologische Staatssammlung zu Gast in der Residenz München:

7.10.2017 - Ostern 2018: "Sammellust: König Max I. Joseph und die Anfänge der römischen Archäologie in Bayern. Das Antiquarium in der Residenz 1812 - 1825"

Die von der Archäologischen Staatssammlung konzipierte Studioausstellung im Charlottengang der Residenz befasst sich mit den Ursprüngen der römischen Archäologie in Bayern. Sie markiert den Anfang archäologischer Forschungen im heutigen Freistaat: Die Beschäftigung mit der römisch-antiken Vergangenheit Bayerns und Schwabens erlebte im Zeitalter des Humanismus seit Beginn des 16. Jahrhunderts ihren ersten Aufschwung. Gezielte altertumskundliche Forschung setzte mit der Gründung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften im Jahr 1759 ein. Eine bedeutende Sammlung an antiken Altertümern in Bayern stellte seit der Renaissance die fürstliche Sammlung der Wittelsbacher dar. Auch antike Steindenkmäler aus Bayern wurden vereinzelt schon seit 1760 von den Findern oder Eigentümern nach München gesandt und in der kurfürstlichen, ab 1806 königlichen Residenz, aufgestellt. Die Ausstellung legt ihren Schwerpunkt auf die Zeit der Regentschaft König Max I. Joseph, als das Antiquarium nicht nur fürstlicher Ausstellungsraum, sondern auch die Zentralstelle für die Bodenfunde aus Bayern war.

Ort: Residenz, Max Joseph Platz, 9.00 - 18.00 Uhr

 

 

Licht ! Lampen und Leuchter der Antike, Burg Grünwald

Künstliches Licht verlängert den Tag, es ermöglicht längeres Arbeiten aber auch ausgedehntes Feiern. Es schafft andächtige Stimmungen in den Wintermonaten oder gibt den Verstorbenen Geleit auf ihrem Weg.

Die neue Studioausstellung in der Burg Grünwald präsentiert frühe Beispiele antiker Lampen - von einfacher Massenware bis zu aufwendigen Einzelstücken. Sie verfolgt die Entwicklung der Variationen in den vorderasiatischen, griechischen, römischen, byzantinischen und frühislamischen Kulturrräumen vom 8./7. Jh. v. Chr. - beginnend mit Kienspanfackeln der Bergleute aus dem Salzbergwerk von Hallstatt, über die vielfältig verzierten Öllämpchen der Römer - bis zu den Lampen des Hochmittelalters aus Kleinsasien.

Ort: Burg Grünwald, Zeillerstr. 3., Die - So 10.00 - 17.00 Uhr

Die Archäologische Staatssammlung zu Gast im Münchner Stadtmuseum:

ab 29.11.2017 Kabinettausstellung "Archäologisches Schaufenster: Funde vom Marienhof" als Kooperationsausstellung mit dem Münchner Stadtmuseum

Allein in der Münchner Altstadt fanden bisher über 250 archäologische Ausgrabungen statt. Was geschicht mit den Funden anschließend? Angeregt durch die großen Grabungen am Marienhof 2011/2012 bildeten zahlreiche staatliche und städtische Stellen eine Arbeitsgemeinschaft "Archäologie München". Spezialisten wie Archäologen, Botaniker, Zoologen, Anthropologen und Historiker erforschen Alltagsleben, Umwelt und Stadtbild Münchens seit dem Mittelalter. Am Beispiel des Marienhofes und seiner vielfältigen Geschichte werden nun Aspekte aus dieser Forschung präsentiert. Keramik, Glas- und Lederfunde erzählen dabei vom Alltag, Tierknochen von der Beziehung Mensch-Tier, Pflanzenreste von der Ernährung der mittelalterlichen und neuzeitlichen Münchner. Auch die jüngste Vergangenheit wird am Marienhof präsent, zeugt doch das verformte Hotelgeschirr vom Café Deisler von den Bombenangriffen im zweiten Weltkrieg.

Ort: Münchner Stadtmuseum, St. - Jakobsplatz 1, Di - So 10.00 - 18.00 Uhr