„Ötzi 2.0 – Neues von der Eismumie“

7. Februar – 31. August 2014 Archäologische Staatssammlung

Geboren: zwischen 3350 und 3100 v. Chr. Vinschgau, Südtirol; erschossen: im Alter von ca. 50 Jahren, Ötztaler Alpen; Größe: 1.60 m; Gewicht: 50 kg; Schuhgröße 38; Augenfarbe: braun; Blutgruppe: 0; tätowiert.

Seit seiner zufälligen Entdeckung 1991 in den Ötztaler Alpen ist der Mann aus dem Eis eine Herausforderung für weltweite wissenschaftliche Untersuchungen. Durch die Lagerung im Gletscher, hat sich Ötzi für die Nachwelt so perfekt konserviert, dass sein Körper selbst nach über 5000 Jahren noch intensiv erforscht werden kann und seine DNA sogar noch zu extrahieren ist. Immer wieder gibt es neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu seiner körperlichen Verfassung: Arthrose in den Sprunggelenken, verkalkte Blutgefäße, Karies und Parodontose sind keine Zivilisationskrankheiten, denn auch Ötzi litt bereits darunter. Warum er starb, ob Stammeskonflikte oder persönliche Feindschaften ursächlich waren, kann bisher nicht eindeutig geklärt werden.

Als erstes Museum in Deutschland informiert die Archäologische Staatssammlung über die aktuellsten Forschungsergebnisse zum Mann aus dem Eis. Die Ausstellung bietet ein ausführliches Begleitprogramm mit Vorträgen, Familientagen, museumspädagogischen Angeboten und workshops zu der vom Archäologiemuseum Bozen konzipierten Ausstellung an und spürt dem „Mythos“ Ötzi auf vielfältige Weise nach. Interaktive Module, Filme und Rekonstruktionen erschließen die komplizierten Untersuchungen dem Besucher leicht verständlich. Eine Life-Webcam ist direkt mit der Kühlkammer in Bozen verbunden.

Zur
Presseführung am 6.2. um 11.00 Uhr in die
Archäologische Staatssammlung, Lerchenfeldstr. 2

sind Sie herzlich eingeladen.

Kontakt:
Dr. Andrea Lorentzen
andrea.lorentzen@extern.lrz-muenchen.de
Tel. 089-21124-447