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Wir reisen von der Steinzeit in die Eisenzeit
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Die Altsteinzeit - eine Geschichte von Faustkeilen und der Zähmung des Feuers
Die Jungsteinzeit - eine Geschichte der ersten Bauern
Der Mensch entdeckt das Metall - die Kupfer-, Bronze- und Eisenzeit
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"Ich freue mich sehr, dass ihr euch für diese spannende Epoche interessiert.
Ich werde euch noch ein Stück auf der Reise durch die Zeit begleiten.
Lasst uns mit der Altsteinzeit beginnen."
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Die Altsteinzeit - eine Geschichte von Faustkeilen und der Zähmung des Feuers
Herstellung von Werkzeugen
Die Altsteinzeit war die Zeit der Jäger und Sammler. Nahrung gesammelt hat ja bereits der Vormensch (Australopithecus). Aber jagen konnte er noch nicht, denn dazu benötigt man Werkzeuge und Waffen.
Diese Leistung vollbrachte erst viele Jahrtausende später der Homo habilis - der "Werkzeugmacher". Er entdeckte, dass man Steine, wenn man sie mit einer bestimmten Technik aneinander schlägt, in eine gewünschte Form bringen kann. Dazu eignete sich besonders der Feuerstein, da er besser splittert ist als andere Gesteinsarten.
So stellten die Menschen die ersten Faustkeile her. Mit der Zeit wurden die Bearbeitungstechniken und Werkzeuge immer besser. Es entstanden scharfe Speerspitzen aus Feuerstein, die an einem langen Holzschaft befestigt wurden.
Solche Waffen waren bei der anstrengenden und gefährlichen Jagd sehr hilfreich.
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"Hier siehst du einen Faustkeil. Mal ehrlich - für dich sieht er doch aus wie ein gewöhnlicher Stein. Aber für uns Menschen in der Steinzeit ist es eine große Leistung, einen Stein so lange zu bearbeiten, bis er diese Form hat."
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Die Zähmung des Feuers
Aus dem Homo habilis entwickelte sich in Tausenden von Jahren der Homo erectus - der Frühmensch. Er hatte ein größeres Gehirn als seine Vorgänger und war dadurch zu größeren Leistungen fähig. Er jagte größere Tiere und nutzte bewusst das Feuer. Feuer bedeutete Macht, denn es bot Schutz vor wilden Tieren und wärmte in der Kälte.
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"Tolle Leistung, das mit dem Feuer!
Wo wir doch eigentlich solche Angst davor hatten. Aber irgendwann hat einer meiner besonders schlauen Zeitgenossen herausgefunden, dass man ein brennendes Holzstück am kalten Ende ohne Gefahr anfassen kann.
Übrigens sind bei uns die Frauen dafür zuständig, dass das Feuer nicht erlischt. Man nennt sie die Hüterinnen des Feuers. Sind sie unachtsam oder hat ein Regen das Feuer gelöscht, kann es Jahre dauern, bis ein glücklicher Zufall uns wieder eine neue Flamme schenkt. Denn leider hatten wir anfangs noch nicht selbst herausgefunden, wie man ein Feuer selbst entzündet." |
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Die Jagd auf wilde Tiere
Die Jagd war eine gefährliche Sache. Je besser
die Jagdwaffen wurden, desto größere
Tiere konnten erlegt werden. Auf dem Speiseplan des Homo habilis, dem Werkzeugmacher, standen neben pflanzlichen Nahrungsmitteln nur Kleinreptilien, Eier, Jungvögel, Fische, Insekten und Kleinsäugetiere.
Der Homo erectus und seine Nachfolger, der Homo sapiens (Jetztmensch) und der Neandertaler, jagten mit ihren besseren Waffen und Jagdtechniken schon große Säuger. Dazu gehörten Mammuts, Wildpferde, Nashörner oder Rentiere.
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"Das Leben der Jäger und Sammler ist hart. Wir wohnen in Hütten aus Ästen oder suchen Schutz unter Felsüberhängen. Doch kaum haben wir uns irgendwo niedergelassen, müssen wir auch schon weiterziehen. Denn wenn wir zu essen haben wollen, müssen wir den Herden der Tiere folgen." |
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Wie der Zauber entsteht
Der Homo sapiens - der Jetztmensch - ist unser direkter Vorfahre. Er war intelligenter als seine Vorgänger und sah uns auch schon sehr ähnlich.
Ob er schon eine eigene Sprache besaß, wissen wir nicht genau. Aber er beherrschte die Sprache der Bilder. Davon zeugen Höhlenmalereien auf der ganzen Welt. Besonders berühmt sind Malereien und Ritzzeichnungen in französischen und spanischen Höhlen.
Wurde nun von einem Steinzeitkünstler ein Bild in einer Höhle gemalt und kurz darauf gerade dieses gemalte Tier erlegt, so gewann sein Abbild eine geheimnisvolle, magische Kraft.
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| "Wenn du genau hinschaust, kannst du das Mammut, das in den Stein eingeritzt ist, erkennen." |
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Medizin in der Steinzeit
Auch in der Steinzeit wurden die Menschen krank. Sicherlich konnte man ihnen nicht immer so gut helfen, wie es heute für uns selbstverständlich ist.
Aber schon vor 30 000 Jahren kannten die Menschen die heilende Wirkung von tonhaltigem Schlamm. Denn er enthält winzige Mikroorganismen und Algen, die eine beruhigende und wundheilende Wirkung besitzen.
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"Als wir hier in Europa noch vom Jagen und Sammeln lebten, fingen die Menschen im Nahen Osten und Nordafrika schon an, Ackerbau und Viehzucht zu betreiben. Das ist der Beginn der Jungsteinzeit." |
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Die Jungsteinzeit - eine Geschichte der ersten Bauern
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Das Ende der Wanderschaft
Vor etwa 10 000 Jahren änderte sich langsam die Lebensweise der Menschen.
Im Gegensatz zu den Jägern und Sammlern der Altsteinzeit wurden die Bauern und Bäuerinnen der Jungsteinzeit sesshaft.
Da sie Obst, Gemüse und Getreide anbauten und Tiere züchteten, war ihre Nahrung gesichert. Sie mussten jetzt nicht mehr ständig den Tierherden hinterherziehen.
Der wohl berühmteste Mensch der Jungsteinzeit ist "Ötzi". Er wurde 1991 am Hauslabjoch nahe der Similaunhütte in den Tiroler Alpen gefunden. Er war dort vor etwa 5000 Jahren verunglückt, und es ist nur einer Kette von Zufällen zu verdanken, dass seine Leiche nach dem Tode erhalten blieb und mumifizierte.
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"Das ist schon eine tolle Sache, dass wir nicht mehr durchs Land ziehen müssen. Endlich gibt es meistens genug zu essen. Und auf einem Strohlager in einem Holzhaus zu schlafen, ist auch entschieden bequemer. Ehrlich, uns Menschen geht es jetzt richtig gut. Deshalb kommen viele gesunde Kinder zur Welt, die später wieder gesunde Kinder bekommen. Auf diese Weise haben wir Menschen uns in der Jungsteinzeit stark vermehrt." |
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Das Leben im Dorf
Das Leben in einem jungsteinzeitlichen Dorf ähnelt in immer mehr Dingen dem heutigen Leben.
Die Bauern lebten in Häusern aus Holz und Lehm. Die Dächer waren mit Stroh gedeckt.
Rund um die Häuser lagen lauter kleine Felder, auf denen hier bei uns in Europa Getreide, Erbsen und Linsen wuchsen. Außerdem kannten sie in unserer Gegend schon einige Obstsorten wie Äpfel, Birnen und Pflaumen.
Für ihren Bedarf an Fleisch, Milch und Eiern züchteten die Bauern Vieh. Es gab Rinder, Schweine, Schafe und Hühner. In dieser Zeit lernten die Menschen Vorräte anzulegen, um das ganze Jahr über mit allem versorgt zu sein.
Da es in einem Dorf sehr viele verschiedene Dinge zu tun gab, war es sinnvoll, sich die Arbeit zu teilen. Neben der normalen Arbeit als Bauer konnte jeder noch etwas besonders gut. Eine Familie des Dorfes konnte vielleicht besonders gut töpfern, eine andere konnte gut weben, und wieder eine andere kümmerte sich um die Werkzeuge der Bauern. Die Menschen tauschten sich aus - das war der Beginn des Handels.
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"Fragt ihr euch nicht, woher die Haustiere gekommen sind? Das hat sich irgendwie so ergeben. Mal ist uns ein junges, verirrtes Schäfchen zugelaufen, mal haben die Männer bei der Jagd ein Kälbchen verschont und mitgenommen. Die jungen Tiere haben sich an uns gewöhnt und blieben bei uns. Und irgendwann haben wir bemerkt, wie bequem es doch ist, wenn wir die Tiere, die wir zum Leben brauchen, in unserer Nähe haben, anstatt sie immer mühevoll jagen zu müssen.
Doch damit nicht genug. Ein besonders schlauer Zeitgenosse hat irgendwann das Kupfer entdeckt und damit das Ende der Steinzeit eingeläutet. Jetzt beginnt die Zeit der Metallverarbeitung."
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Der Mensch entdeckt das Metall - die Kupfer-, Bronze- und Eisenzeit
Der Malachit - ein geheimnisvoller Stein
Schon immer sammelten die Menschen hübsch aussehende Steine. Darunter war auch der grünlich schimmernde Malachit.
Wie es sich genau zugetragen hat, weiß heute natürlich niemand. Aber irgend jemand hat entdeckt, dass der Malachit im Feuer brannte, sich verflüssigte und beim Erkalten wieder hart wurde - jetzt war es Kupfer.
Diese Entdeckung kam einer Revolution gleich. Die Menschen verfügten über das erste Metall.
Entwicklung des Handwerks
Werkzeuge aus Metall waren denen aus Stein weit überlegen.
Schon bald spezialisierten sich die Menschen. Die einen konzentrierten sich darauf, kupferhaltiges Gestein zu sammeln - sie wurden Kupfererzsammler. Andere beschäftigten sich damit, das Kupfer durch Erhitzen aus dem Gestein zu lösen - man nennt das Verhütten. Und wieder andere stellten Gussformen für Werkzeuge, Waffen oder Schmuck her.
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"Das ist die Kupferzeit. Da Kupfer ein sehr weiches Metall ist, das sich bei der Arbeit schnell abnutzt, haben sich die Menschen etwas zu seiner Verbesserung einfallen lassen. Sie mischen das Kupfer mit anderen Metallen. Damit beginnt die Bronzezeit." |
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Die Entdeckung der Bronze
Die Menschen machten sich daran, herauszufinden, wie man das weiche Kupfer härter machen könnte. Denn die Werkzeuge aus Kupfer wurden schon nach kurzem Gebrauch stumpf und mussten nachgeschliffen werden.
Einen ersten Erfolg hatte Arsen, das dem flüssigen Kupfer beigemischt wurde. Werkzeuge aus dieser Metallmischung (Legierung) waren härter als solche aus reinem Kupfer.
Als ein neues Metall, das Zinn, entdeckt wurde, entwickelten die Menschen eine Legierung aus diesen beiden Metallen. Viele Versuche waren nötig, um das ideale Mischungsverhältnis der beiden Metalle zu finden.
Neun Teile Kupfer vermischt mit einem Teil Zinn ergab schließlich Bronze. Und Werkzeuge aus Bronze waren härter und schärfer als alles, was man bisher kannte.
Aber Bronze wurde nicht nur für Werkzeuge und Waffen benutzt.
Schon damals haben sich die Menschen gerne geschmückt. Besonders geschickte Handwerker stellten kunstvolle Schmuckstücke aus diesem Metall her.
Das alles wissen wir so genau, weil diese Gegenstände gut erhalten als Grabbeigaben von Archäologen gefunden wurden. Denn eine Schrift, um uns all das zu überliefern, gab es zu dieser Zeit noch nicht.
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"Später entdecken wir noch die Eisenverhüttung. Das ist ein großer Fortschritt. Alle Steinwerkzeuge werden nun durch Metallwerkzeuge ersetzt. Das eröffnet unseren Handwerkern natürlich viele neue Möglichkeiten.
Schön, dass du mich durch die Stein- und Metallzeit begleitet hast. Wenn du wissen willst, wie es mit uns Menschen weitergeht, dann halte gar nicht erst an, sondern gehe mit meinem Freund Ganzfix weiter auf eine Reise zu den Kelten."
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Heiße Tipps für Leseratten:
Was ist was?, Bd.9, Der Urmensch
von Rainer Köthe, Jörn Hennig
Tessloff Verlag
Was ist was?, Bd.65, Die Eiszeit
von I. Möller, Hans Reichardt, Günther Todt, Gerd Werner
Tessloff Verlag
WahnsinnsWissen. Beinhart, die Steinzeit.
von Terry Deary, Martin Brown
Loewe Verlag, Bindlach
Wissen erleben. Die Steinzeitmenschen.
von Jean-Baptiste Panafieu, Donald Grant
Arena-Verlag, Würzburg
Buch- Aktiv- Box. Steinzeit- Menschen.
Forschen, spielen, experimentieren.
Ars Edition, München
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